Aufgabenbeispiele von Anwendungen
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Sinus und Thaleskreis (leicht)
Beispiel:
Das große Dreieck ist gleichschenklig.
Der blaue Halbkreis hat einen Durchmesser von u = 5 cm.
Die Länge der gemeinsamen Kante der beiden Dreiecke beträgt v = 4.18 cm.
Bestimme die fehlende Winkelweite α.
Am blauen Thaleskreis erkennt man sofort, dass γ ein rechter Winkel sein muss.
Nach der Definition des Sinus gilt im rechtwinkligen Dreieck sin(β)=
Damit folgt sin(β)==0.836 und somit β=56.7°
Wegen der Winkelsumme im Dreieck muss gelten: 90° + β + α = 180°.
Somit gilt α = 90° - β° = 33.3°.
Sinus und Thaleskreis (schwer)
Beispiel:
Das große Dreieck ist gleichschenklig. Bestimme die Länge der Strecke PQ.
Am blauen Thaleskreis über dem ersten Dreieck erkennt man sofort, dass γ ein rechter Winkel sein muss.
Aufgrund der Winkelsumme im ersten Dreieck folgt β + γ + 29° = 180°.
Daraus folgt β = 180° - 90° - 29° = 61°
Mit Hilfe des Sinus kann man nun die Länge der gemeinsamen Seite g der beiden Dreiecke berechnen:
Da g die Gegenkathete von β ist, gilt: sin(β)=sin(61°) =
Damit folgt g = sin(61°) ⋅ 5.5cm ≈ 4.8cm
Als Nebenwinkel von γ muss natürlich auch δ ein rechter Winkel sein.
Aufgrund der Gleichschenkligkeit des großen Dreiecks muss β und (α+29°) gleich groß sein. Damit gilt 61° = α + 29°, woraus folgt: α = 32°
Mit der Winkelsumme im zweiten Dreieck folgt nun ε = 90° - α = 90° - 32° = 58°
Nun können wir in diesem Dreieck den Sinus anwenden und so die gesuchte Seite PQ herausfinden: sin(ε)=
Setzt man die bekannten Werte ein, so folgt sin(58°)=
Damit folgt: PQ = ≈ 5.7cm
Trigonometrie Anwendungen
Beispiel:

Die Klasse 9a möchte vermessen wie hoch ihr Schulhaus ist. Dazu messen sie in einiger Entfernung zum Schulhaus den Winkel β = 13,8° zwischen der Horizontalen und der Sichtlinie zur Schulhausspitze. d=17m näher am Schulhaus beträgt dieser Winkel α = 20,6°. Wie hoch ist das Schulhaus?

Wir nennen die Entfernung vom näheren Messpunkt bis zum Punkt senkrecht unter der Schulhausspitze x und die gesuchte Höhe des Schulhauses h.
Dann gilt in dem kleineren rechten Dreieck:
(I) tan(20.6°)=
In dem größeren rechtwinkligen Dreick vom entfernten Messpunkt bis zum Schulhaus gilt dann:
(II) tan(13.8°)=
Wenn wir nun beide Glecihungen nach x auflösen, können wir diese gleichsetzen
(I) tan(20.6°)= | ⋅ x
(I) tan(20.6°) ⋅ x =h |:tan(20.6°)
(I) x =
Jetzt die Gleichung (II):
(II) tan(13.8°)= | ⋅ (x+ 17)
(II) tan(13.8°) ⋅ (x+ 17) = h |:tan(20.6°)
(II) x + 17= |
(II) x = - 17
Jetzt kann man die rechten Seiten der beiden Gleichungen gleichsetzen:
= - 17
= - 17
⋅ h = ⋅ h - 17
2.6605 h = 4.0713 h - 17 | - 2.6605 + 17
17 = 1.4108 h | : 1.4108
12.0498 = h
Das Schulhaus ist also ungefähr h=12m hoch.
Winkel zw. Punkten im Koordinatensystem
Beispiel:
Berechne alle Längen und Winkel im Dreick ABC mit A(-1|0), B(4|0) und C(4|5).
Runde die Ergebnisse auf eine Nachkommastelle.
Wenn man die drei Punkte in ein Koordinatensystem einträgt, erkennt man sofort, dass (zwischen B und C) a = 5 und (zwischen A und B) c = 5 sein müssen. Weil das Dreieck rechtwinklig ist, kann man b (zwischen A und C), also die Hypotenuse, mit dem Satz des Pythagoras berechnen:
Dreiecks mit Hilfe des Satzes des Pythagoras berechnen.b2 = 52 + 52
b2 = 25 + 25
b2 = 50
b = ≈ 7.07
Da a (zwischen B und C) und c (zwischen A und B) parallel zu den Koordinatenachsen sind, muss der Winkel in B β = 90° sein.
Den Winkel α können wir mit dem Tangens berechnen:
tan(α) = = = 1
Daraus folgt: α = arctan(1) ≈ 45°.
Wegen der Winkelsumme von 180° im Dreieck folgt: γ = 90°-45° = 45°
